Beiträge zur Geologie in Ostwestfalen-Lippe

Bilder Tagungen der Subkommission für Jura-Stratigraphie


2003: Tagung in Kirchheim unter Teck

Steinbruch in Feldstetten im weißen Jura (Unteres Zeta)


Grabenstetter Steige: Oberkimmeridgium (Grenze delta/epsilon)


Typuslokalität Pliensbach für das Pliensbachium


Erläuterung der Typuslokalität Pliensbach vor Ort im Bachbett


2009: Tagung in Fall bei Lenggries mit dem Thema: Trias/Jura-Grenze und der Jura in der Karwendelmulde und dem Bayerischen Synklinorium

Ein Ammonit aus dem Hettangium wird näher„unter die Lupe“ genommen


Sammlungsmaterial mit gut erhaltenen Ammoniten der Adnet-Formation


Fundpunkt Kuhjoch mit Vorkommen der frühesten Psiloceraten im unteren Hettangium


Auswahl von gut erhaltenen Ammoniten aus dem Oberhettangium


Steinbruch Ankerstube mit den „Bunten Lias-Cephalopodenkalken“


Rast an der Forststraße zum Vorderskopf West mit Blick auf das Karwendelgebirge


2011: Tagung in Horn-Bad Meinberg mit dem Thema: Das Egge- und Falkenhagener Störungssystem

Titelblatt des Exkursionsführers "Jahrestagung in Horn-Bad Meinberg vom 1.- 4.6.2011


Die Beschreibung eines geologisches Aufschlusses erfolgt immer unter Zuhilfenahme einer geologischen Karte


Die Geologie der Tongrube der Firma Lücking in Bonenburg am Osthang des Eggegebirges mit der komplizierten Tektonik musste den Teilnehmern der Tagung an mehreren Stellen unter verschiedenen Gesichtspunkten näher vorgestellt werden; die Aufnahme zeigt den hellen Muschelkalk und die abgerutschten roten Schichten des Rhäts, darunter folgt der Lias


An dieser Stelle stehen Arietenschichten an


Die unterschiedliche Färbung der Schichten rührt von veränderten Sedimentationsbedingungen her; das Bild könnte ein Hinweis auf die Lias/Keuper-Grenze sein


Der Grenzbereich Keuper/ Lias mit Bonebed-Vorkommen und Koprolith-Ansammlungen fand bei den Teilnehmern der Tagung großes Interesse


Zwischendurch blieb genug Zeit zum intensiven Gedankenaustausch


Auf dem Programm der Exkursiontage stand ein weiterer Liasaufschluss. Es handelt sich um die Tongruben in Sommersell, die von den Firmen Otto Bergmann aus Steinheim-Bergheim und Lücking aus Bonenburg betrieben werden.Hier stehen Schichten des Unteren Pliensbachium an, in denen Ammoniten der entsprechenden Subzonen zu finden sind. Hier wurde vor geraumer Zeit die Meeresechse "Plesiosaurus Westfalicus" geborgen


Diese Tongruben werden gerne von Hobbygeologen aufgesucht, da immer wieder sehenswerte Fossilien ans Tageslicht kommen, wie dieses Bild dokumentiert


Die Externsteine stellen ein "Nationales Geotop" dar


Der Besuch des mit Osning-Sandstein erbauten und nach den Entwürfen von Ernst von Bandel 1875 zur Vollendung gebrachten Hermannsdenkmal durfte auf einer solchen Exkursion nicht ausgelassen werden


Auf der Aussichtsterasse des Denkmals bot sich ein herrlicher Blick auf die großartige Landschaft mit dem Köterberg im Hintergrund


Im Lippischen Landesmuseum Detmold konnten außergewöhnliche Objekte der geologischen Sammlung einer intensiven Begutachtung unterzogen werden


Der Liasgraben bei Falkenhagen war vielen Teilnehmern der Tagung noch nicht bekennt; die anstehenden Tonschichten enthalten Fossilien des Pliensbachium und Toarcium


Bevor die Bachläufe dieses speziellen Grabensystems aufgesucht wurden, gab es detaillierte Erläuterungen zur Schichtenfolge und Informationen zum Schwefelkiesabbau im Bereich des Silbersieks zu vernehmen


Der Fundpunkt Zangenbach mit einem lokalen Vorkommen von Parkinsonien und Trigonien stellt das einzige Vorkommen von Schichten des mittleren Doggers in Lippe dar und war deshalb ein Besuch wert


Ein Abschlussfoto gehört zu jeder Tagung dazu


2012: Tagung in Vienenburg am Harz vom 16.5. - 19.5. mit dem Thema: Randbereiche der subherzynen Mulde in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen

Gleich zu Beginn der Exkursion stand der Steinbruch Langenberg/Oker auf dem Programm. Die Geologie dieses Steinbruchs mit der interessanten Steilstellung der Schichten von über 90 Grad erforderte eine ausführliche vor Ort-Erläuterung. Auch die folgenden vier Bilder sollen dies belegen


Diese seltsam abgerutscht erscheinende Struktur soll ein aus Serpelröhren bestehendes Riff darstellen, das im Unteren Kimmeridge zur Ablagerung kam bzw. in dieser Zeit entstand


Diese mächtigen steil gestellten Schichten gehören dem Kimmeridge an und stellen wohl Ablagerungen eines Flachwasser-Beckens dar. An dieser Stelle dürfte es sich um das Vorliegen einer Lagune oder einer Bucht gehandelt haben. Die hier aufgefundenen und ausgegrabenen Fossilien sind teilweise mariner Herkunft, zum Teil aber auch terrestrischen Habitaten zuzurechnen. So sind insgesamt fünf Krokodil-Taxa sowie Schildkröten , Haie und Knochenfische nachgewiesen worden. Neben Resten von Flugsauriern (2005 gefunden) gab es in verschiedenen Schichten des Unter- und Mittelkimmeridge Fährten von Theropoden und Sauropoden zu vermelden. 1998 hatte schon der Hobby-Geologe Holger Lüdtke Schädel- und Knochenfragmente von Dinosauriern in diesen Schichten entdeckt. Die seither gefundenen etwa 1000 von verschiedenen Individuen stammenden Knochenfragmente sind einer neuen Art zuzurechnen, die das Autorenkollektiv um Sander, Mateus, Laven und Knötschke 2006 mit dem wissenschaftlichen Namen "Europasaurus holgeri" versehen hat. "Europasaurus zeigt gegenüber dem für Sauropoden typischen Gigantismus eine gegenteilige Entwicklung, die als Inselverzwergung gedeutet wird. Das ist eine bei Besiedlung von Inseln durch große Tiere rezent zu beobachtende deutliche Verringerung der Körpergröße als evolutionäre Anpassung an einen isolierten Lebensraum mit begrenztem Nahrungsangebot" (Wikipedia). Das reichaltige Fossilmaterial des "Dinosaurier-Friedhofes" im Langenberg wird durch weitere Grabungen ergänzt und von mehreren Paläontologen in Zusammenarbeit mit dem "Dino-Park Münchehagen" präpariert und wissenschaftlich unter die Lupe genommen.


Eine geologische Karte muss wieder her, um die Schichtenfolge der Ziegeleitongrube Wefensleben, die seit 1991 von der Firma Wieneberger Ziegelindustrie betrieben wird, den Exkursionsteilnehmern näher zu bringen


In dieser Tongrube stehen tonige und sandige Sedimente des Hettangium an (Psilonoten und Angulaten-Schichten) an.


Leider war der Lebensraum, der sich in diesen Sedimenten widerspiegelt, für Ammoniten wenig günstig. Lediglich im oberen Bereich des 2-3 m mächtigen "Proarieten-Sandsteins" war es mehreren Teilnehmern der Exkursion gelungen, Ammonitenmaterial zu bergen. Der abgebildete Ammonitenabdruck könnte von einem Ammoniten der Art "Waehneroceras brandesi (LANGE)" aus der Zone "Alsatites liassicus" stammen.


Das sonnige Wetter und und das gehäufte Vorkommen von Ammoniten in der Eisenerzlagerstätte Sommerschenburg-Süd trug zur guten Stimmung der Exkursionsteilnehmer bei, wie man bei dieser Aufnahme erahnen kann


Nach kurzer Rast ging es "an die Arbeit". Die unmittelbar am Wegesrand anstehenden eisenhaltigen Arietenschichten wurden sogleich mit entsprechendem Gerät "bearbeitet".


Zum Vorschein kamen nach wenigen Hammerschlägen Arieten, die eine Doppelfurche und einen Kiel und leicht geschwungene Rippen aufweisen.


Dieser vor etwa 20 Jahren gefundene Ariet weist dicht stehende und ziemlich gerade verlaufende Rippen auf.